URLs per .htaccess umleiten

Wenn eine URL erst einmal in Umlauf ist, lässt sich diese nur schwer wieder loswerden. Sollte sich jedoch in der Zwischenzeit ein Fehler eingeschlichen haben oder die Seite ist unter einer anderen URL erreichbar, dann brauchen Sie eine URL-Weiterleitung. Gleichzeitig benötigen Sie aber auch für bspw. Google einen Status Code, der dem jeweiligen Robot sagt, dass eine Weiterleitung vorliegt und die Seite jetzt unter einer neuen URL aufrufbar ist oder dass die Seite gar nicht mehr aktiv ist und nicht mehr existiert.

Was ist ein HTTP-Statuscode?

„Ein HTTP-Statuscode wird von einem Server auf jede HTTP-Anfrage als Antwort geliefert. Der Server teilt durch den HTTP-Statuscode dem Client mit, ob die Anfrage erfolgreich bearbeitet wurde. Im Fehlerfall gibt der Statuscode Auskunft darüber, wo (beispielsweise über einer Umleitung) oder wie (zum Beispiel mit Authentifizierung) er die gewünschten Informationen erhalten kann.“

Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/HTTP-Statuscode

Falls Sie oder Ihr Hoster einen Apache Server im Einsatz haben, dann können Sie die Weiterleitungen in der Datei .htaccess einrichten. Diese liegt im Root-Verzeichnis Ihrer Webseite.

301 – Weiterleitungen

Damit leiten Sie eine alte Url zu einer neuen um.

Fügen Sie an das Ende Ihrer Datei alle Weiterleitungen im folgenden Format ein. Für jede Weiterleitung wird eine separate Zeile verwendet.

.htaccess

#old urls to new ones
Redirect 301 /oldurl  /newurl
Redirect 301 /oldurl2  /newurl2
Redirect 301 /oldurl3  /newurl3

410 – Weiterleitungen

Dazu richten Sie zunächst eine Infoseite ein, auf die weitergeleitet wird. Hier erfährt der Besucher Ihrer Seite, dass die aufgerufene Seite nicht mehr vorhanden ist. Im folgenden Bsp. habe ich eine Datei 410.php im Root-Verzeichnis angelegt. Das ist eine rein informative Seite. Der eigentliche Status Code wird vorher schon bei der Weiterleitung gesendet.

Datei 410.php

<?php
echo "Die aufgerufene Seite ist nicht mehr vorhanden.";
?>

.htaccess

Auch hier fügen Sie die nicht mehr existierenden Seiten an das Ende der Datei wie folgt an.

#Error file
ErrorDocument 410 /410.php
#urls, which do not exist anymore
Redirect Gone  /oldurl
Redirect Gone  /oldurl2
Redirect Gone  /oldurl3

Damit müssten Sie die aufgelaufenen URLs unter den Crawler Fehlern aus dem Google Webmaster Tools beheben und beseitigen können.

Wenn Sie oder Ihr Hoster Nginx im Einsatz haben, dann ist keine Datei .htaccess vorhanden. Hier werden die Weiterleitungen in der Nginx-Konfiguration eingetragen.

Für Shopware gibt es jetzt mit dem Plugin „SEO Fehlerseiten und Weiterleitungen (404, 301 und 410)“ auch eine einfachere Möglichkeit – nämlich URLs über das Backend weiterzuleiten. Hier werden die Fehlerseiten direkt in der DB gespeichert und Sie müssen nicht mehr warten bis die Google Webmaster Tools die Crawler Fehler endlich anzeigen. Bei aufgelaufenen Fehlern entscheiden Sie, ob Sie eine 410- oder 301 Weiterleitung einrichten möchten. Hier geht es zum Plugin.

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